Wohnsiedlung Kuppe, Quartier Trift, Horgen

Die Trift-Siedlung am Rand von Horgen-Oberdorf soll aufzeigen, wie nachhaltige Planung aussehen kann, wenn sie umfassend gedacht wird: wirtschaftlich, energieeffizient, sozial vernetzt. Vier Architektenteams konzipieren vier Baufelder, die heute noch unbebaut sind. Verbunden werden die Areale auf zwanglose Art durch einen Weg, der breit und komfortabel ist, weil er höhenparallel verläuft. Das Baufeld von Esch Sintzel ist von einer sanften Kuppe gekennzeichnet, der einzigen ebenen Fläche im Hangverlauf.

Damit diese Kuppe frei bleiben kann, stehen die Häuser an ihren Rändern. Die fünf Wohnhäuser und das Velohaus sind zerbrechliche, dünnwandige Häuser aus Holz, die hier gleichsam provisorisch aufgestellt worden sind. Vielleicht erinnern sie auch an Zirkuswagen, die zu einer Wagenburg gruppiert sind, und die Zugangswege sind die Reifenspuren der Traktoren. Es erweist sich als gar nicht so einfach, unberührtes, freies Land zu bebauen – daher wohl die Vorsicht dieser Landnahme auf Zeit.

Die Baukörper vereinigen unter ihren weit ausladenden Dächern eine bunte Mischung von Wohnungen. Diese sind komplementär ineinandergefügt und thematisieren so räumlich das Zusammenleben unterschiedlicher Lebensformen.