Seit 2013 produzieren wir unseren eigenen Strom mit Solarpanels. In Summe haben wir für das ganze Areal genügend Strom, aber leider nicht dann, wenn wir ihn brauchen. Deutlich besser wurde die Situation, als wir 2019 unsere neue Produktionshalle bauten. Die Energiekrise 2022 hat dazu geführt, dass wir die Frage der Stromspeicherung vertieften und zum Schluss kamen, dass kurzfristig eine Batterie die richtige Lösung darstellt.
Entstanden ist ein schweizweit einmaliges Stromprojekt, das Netzstrom, Solarstrom, Batterie und Notstromaggregat sinnvoll verbindet mit dem Ziel, den Strom lokal zu produzieren, zu speichern und zu verbrauchen. Das Notstromaggregat dient dazu, die Tiefentladung der Batterie zu verhindern und bei einem allfälligen Netzausfall im Winter den nötigen Strom zur Verfügung zu stellen.
Die zu klärenden Fragen waren deutlich komplexer als ursprünglich gedacht. Unser Verwaltungsratspräsident Ulrich J. Meier hat mit seinem Einsatz als Projektkoordinator wesentlich dazu beigetragen, dass das Projekt letztlich gelungen ist. Darüber, ob sich die Anlage letztlich auch finanziell lohnt, können wir noch keine Aussagen machen. Es sind schlicht zu wenig Erfahrungswerte verfügbar. Was die Autarkiequote angeht, so führt die Batterie dazu, dass wir von 65% auf sehr deutlich über 80% kommen, d.h. während mindestens 300 Tagen im Jahr brauchen wir keinen Netzstrom mehr. Der nächste Schritt ist die Verbraucheroptimierung und die Lokalisierung von Einsparungspotential.
Unser Dank geht auch an das Team von Atlas Copco (Schweiz) AG, welches alles daran setzte, dass durch ihre gelieferten Komponenten das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte.
Facts and Figures
jährlicher Strombedarf 280‘000 kWh
installierte Solarleistung 720 kWp
nutzbare Batteriekapazität 480 kWh
Netto-Stromleistung Generator 120 kW
Dauerstrombedarf Areal 30 kW